Kinder spielen nie
Kinder spielen nie – sie lernen immer und was das für unser Lernen bedeutet
Warum wir verlernen, wie unser Gehirn funktioniert.
Und wie wir es wieder aktivieren.
Warum dieses Buch?
Wir leben in einer Welt voller Wissen – und voller Menschen, die trotzdem nicht
lernen.
Teammitglieder vergessen, was Leader sagen. Kinder kämpfen mit Hausaufgaben.
Trainings verpuffen.
Warum?
Weil wir versuchen, gegen unser Gehirn zu lernen.
Dieses Buch zeigt, wie Lernen wirklich funktioniert – und wie wir es wieder nutzen.
Was Sie im Buch entdecken
Warum Babys die besten Lerner der Welt sind
Die fünf universellen Lernprinzipien
Wie Leader kommunizieren, damit Teams es nie vergessen
Wie Eltern Lernen wieder leicht machen
Wie Lehrer Unterricht transformieren
Wie Sie selbst jede Fähigkeit meistern können
Für wen ist das Buch?
Für Menschen, die lernen, führen, entwickeln oder inspirieren wollen:
Leader, Eltern, Lehrer, Coaches, HRProfessionals, Lernende.
Sie selbst, wenn sie Lernen wieder einfach und erfolgreich machen wollen.
Blick ins Buch
Teil 1: Die Wahrheit über Lernen (Kapitel 1-2) - Die provokante These: Kinder
spielen nie - Warum Erwachsene vergessen haben, wie Lernen funktioniert
Teil 2: Die 5 Universellen Lernprinzipien (Kapitel 3-7) - Jedes Prinzip mit
Kindheits-Beispiel, wissenschaftlicher Erklärung, praktischer Anwendung
Teil 3: Anwendung für Leader (Kapitel 8-10) - Wie Leader sprechen sollten, damit
Teams es nie vergessen - Die 12-Wochen-Methode in Kurzform - Praktische
Szenarien
Teil 4: Anwendung für Eltern & Lehrer (Kapitel 11-12) - Gedichte lernen,
Hausaufgaben, Sprachen - Unterricht neu denken
Teil 5: Ihre eigene Lern-Transformation (Kapitel 13) - Wie sie alles, was sie lernen
wollen, mit diesen Prinzipien meistern – Aktionsplan
Auszug aus dem Buch
Der erste Beweis: Menschen lernen am Erfolg
Und jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt dieses Kapitels.
Beobachten Sie ein Baby, das lernt zu greifen.
Es sieht ein Spielzeug. Es streckt die Hand aus. Die Hand geht vorbei.
Nächster Versuch: Die Finger schließen sich zu früh.
Nächster Versuch: Die Entfernung stimmt nicht.
Und dann – Erfolg. Das Baby greift das Spielzeug.
Was passiert jetzt im Gehirn?
Speichert es die 20 gescheiterten Versuche? Analysiert es, was schiefgegangen ist?
Erstellt es eine Liste von Fehlern?
Nein.
Es speichert den einen erfolgreichen Versuch.
Die Bewegung, die funktioniert hat. Die Muskelkoordination, die zum Ziel geführt hat.
Die genaue Abfolge von Signalen, die das Gehirn an die Hand gesendet hat.
Das Baby wiederholt nicht die Fehler. Es wiederholt den Erfolg.
Beim nächsten Mal greift es schneller. Präziser. Sicherer.
Warum? Weil das Gehirn die erfolgreiche Bewegung verstärkt hat. Die neuronalen
Verbindungen, die zum Erfolg geführt haben, wurden gestärkt. Die Verbindungen, die
zu Fehlern geführt haben, wurden nicht verstärkt – sie verblassen.
Das ist die erste universelle Wahrheit über Lernen: Wir lernen nicht aus
Fehlern. Wir lernen aus Erfolgen.
Denken Sie an das Gehen lernen.
Ich stelle in meinen Präsentationen oft diese Frage: “Wie oft sind Sie hingefallen, als
Sie gehen gelernt haben?”
Niemand erinnert sich. Niemand sagt: “347 Mal.”
Warum? Weil das Gehirn die Stürze nicht als Lern-Ereignisse kodiert hat. Es hat
kodiert, was funktioniert hat: Welche Muskeln anspannen. Wie das Gewicht
verlagern. Wie die Balance halten.
Erfolg bleibt im Gedächtnis. Misserfolg verblasst.
Und doch – als Erwachsene haben wir das vollständig vergessen.
Wir analysieren Fehler. Wir fokussieren auf das, was schiefging. Wir fragen in
Meetings: “Was war falsch?” Wir geben Feedback mit: “Nächstes Mal achte darauf,
dass du nicht…”
Wir haben verlernt, was jedes Baby instinktiv weiß: Lernen bedeutet, Erfolg zu
verstärken, nicht Fehler zu analysieren.
Über den Autor
Ulrich Miller-Aichholz ist Executive Advisor, LeadershipCoach & Partner und
Gestalter von Lernarchitekturen. Er begleitet Menschen und Organisationen weltweit
dabei, Klarheit, Souveränität und Wirksamkeit zu entwickeln.
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